Für diese 10 Spiele wünschen wir uns ein Remaster

Für diese 10 Spiele wünschen wir uns ein Remaster

25. Januar 2019 0 Von Johnny

Remaster gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Nach diversen Ankündigungen für Spiele aus der zweiten Reihe, wie Final Fantasy: Crystal Chronicles und Medievil, scheint nichts mehr unmöglich. In diesem Artikel nennen wir zehn Perlen, die wir uns in überarbeiteter Form auf den aktuellen Plattformen wünschen.

Shadow of the Collosus, The Legend of Zelda: The Wind Waker, Odin Sphere: Leifthrasir, Warcraft 3 Reforged, System Shock, Final Fantasy 12: The Zodiac Age, und so weiter. Die Liste von angekündigten und bereits erschienenen Remastern ist lange. Die moderne Videospielindustrie beschert uns regelmäßig in die Tage gekommene Klassiker in neuem Glanz und bringt uns dazu, die Spiele von damals noch einmal zu kaufen.

Doch was macht den Reiz eines Remaster eigentlich aus? Es ist mehr als ein simpler Port, eine Umsetzung des Originals für neue Konsolen oder PC. In der Regel beinhaltet ein Remaster eine überarbeitete Optik. Die neue Technik wird dazu genutzt, die Ecken und Kanten älterer Spiele abzuschleifen, um unsere von HD- und 4K-Inhalten verwöhnten Augen nicht zu beleidigen.

Noch wichtiger sind meistens die Änderungen an Gameplay und/oder Menüführung. Diese sogenannten Quality-of-Life-Aspekte sorgen unter anderem für einen flüssigeres Spielerlebnis. Man denke nur an die Suche nach dem Triforce in Wind Waker auf dem Gamecube oder die ewigen Ladezeiten von Skyrim auf der Playstation 3 und der Xbox 360.

Um sich für ein Remaster zu qualifizieren, muss ein Spiel in den meisten Bereichen bereits über eine sehr gute Qualität verfügen. Gibt es umfassendere Probleme oder ist das Gameplay komplett altbacken, bietet sich eher ein Remake an, also eine komplette Überarbeitung bis hin zu den grundlegenden Mechaniken. Ein Remaster von Resident Evil 2 beispielsweise, hätte auf Grund der Tank-Controls und vorgerenderten Hintergründe bis auf eingefleischte Fans vermutlich kaum jemanden interessiert. Das Remake fährt derzeit jedoch beste Kritiken ein.

Es gab mehrere Spiele, die wir in unsere Überlegungen einbezogen hatten, jedoch am Ende in die Kategorie Remake steckten. Dino Crisis ist auch so ein Beispiel. Neben der nicht mehr zeitgemäßen Steuerung, artet das Spiel nach kurzer Zeit in einem Umhergerenne durch Flure aus, immer auf der Such nach der nächsten Schlüsselkarte. Solch essentielle Fehltritte im Design lassen sich in einem Remaster nicht lösen. Ein Remake könnte das Spiel jedoch retten und uns einen modernen Dino-Shooter bieten.

Andere Spiele passen so wie sie sind, auch wenn es natürlich immer etwas zu verbessern gibt. Demon’s Souls und Viewtiful Joe wünschen wir uns zwar für aktuelle Plattformen, jedoch wäre hier ein Port ausreichend. Das gilt ebenfalls für die meisten 2D-Titel. Remaster machen hauptsächlich bei Spielen Sinn, die relativ früh in der 3D-Ära erschienen sind, da hier die technischen Limitierungen am offensichtlichsten herausstechen.

Ein gutes Remaster hält sich nahe an der Vorlage und verbessert nur Aspekte, die im Original auf Grund technischer und anderweitiger Einschränkungen nicht umgesetzt werden konnten. Die folgenden zehn Spiele wollen wir genau so behandelt sehen.

#10 Super Mario 64

Eigentlich ist es beinahe ein Wunder, dass Marios erstes und noch immer ikonischstes 3D-Jump’n’Run noch nicht neu aufgelegt wurde. Zwar gab es Portierungen für einige Plattformen und auf dem DS sogar eine überarbeitete Version, doch wurde hier die Steuerung durch den fehlenden Analog-Stick noch verschlimmert. Da half auch der Multiplayer-Modus nicht weiter. Wir wollen eine HD-Version mit Odyssey-Steuerung auf der Switch sehen. Whomp’s Fortress in Super Mario Galaxy 2 und das Bonus-Level in Super Mario Odyssey haben uns bereits einen Vorgeschmack geliefert.

#9 Mass Effect Trilogie

Eigentlich passen die Mass Effekt-Spiele weitestgehend so, wie sie sind. Zum einen wünschen wir uns aber eine Trilogie mit allen drei Titeln inklusive DLCs, Updates (das neue Ende für Teil 3!) und Patches – der Multiplayer darf aber gerne gestrichen werden. Zum anderen wäre es für Bioware die Möglichkeit, den ersten Teil Gameplay-technisch an die beiden Nachfolger anzupassen und so eine der besten Trilogien der Videospielgeschichte zu perfektionieren.

#8 Deadly Premonition

Ja, Deadly Premonition ist bereits als Director’s Cut zu haben. Dieser geht allerdings noch lange nicht weit genug. In dem an Twin Peaks angelehnten Horror-Spiel verbirgt sich so viel schwarzer Humor und Absurdität, wie sie außer Entwickler Swery 65 nur wenige im Videospiel-Business liefern können. Allerdings muss man zunächst den Ersteindruck verdauen, denn das Spiel sieht aus, als würde es auf einer Playstation 2 laufen und steuert sich auch wie ein Titel aus den frühen 2000ern. Sich zwischen den Missionen durch die offene Stadt zu bewegen ist eine Qual, was uns nach einiger Zeit dazu veranlasst hat, diese nicht weiter zu erkunden. Die Probleme könnten mit der heutigen Technik problemlos umgangen und das Spiel zu einem angenehmen Erlebnis gemacht werden. Allerdings ist es fraglich, ob Swery, der Videospiele offensichtlich als Kunstform sieht, überhaupt Interesse daran hätte.

#7 The Legend of zelda: Four Swords Adventures

Nintendo liebt es, ihre Plattformen miteinander zu verbinden. Dies eröffnet zum einen neue Gameplay-Möglichkeiten, kann zum anderen jedoch auch extrem umständlich sein. Wie in dem oben bereits erwähnten Final Fantasy: Crystal Chronicles, kann auch in Four Swords Adventures nur ein Spieler einen herkömmlichen Gamecube-Controller verwenden. Die restlichen bis zu drei Mitstreiter müssen jeweils einen Gameboy Advance anschließen. Das bedeutet: Für den maximalen Spielspaß brauch man neben dem Gamecube noch drei Gameboy Advance-Konsolen inklusive drei Verbindungskabel. Eine Umsetzung in HD für die Switch, ganz ohne die nervigen Peripherie wäre also eine super Idee. Ein weiterer Kandidat für eine solche Behandlung ist Skyward Sword, dessen Bewegungssteuerung vielen nicht gefiel. Allerdings ist das Wii-Spiel zu sehr auf diese ausgerichtet und man würde ihm unserer Meinung die Seele rauben.

#6 The Witcher

Der erste Teil der Witcher-reihe steht hier stellvertretend für viele ältere PC-Rollenspiele. Das Tempo ist zu langsam, die Steuerung hakelig, die Menüführung unübersichtlich und das Kampfsystem unausgereift. Andererseits bietet das Spiel eine interessante Story, tiefe Charaktere und Rollenspiel-Elemente, die diesen Namen noch verdienen. Diese Aspekte wollen wir wiederhaben, allerdings ohne die oben genannten Altlasten. Weitere Vertreter des Genres, die wir gerne in modernem Gewand sehen würden, sind die ersten beiden Gothic-Teile, sowie Neverwinter Nights.

#5 Assassin’s Creed

Assassin’s Creed 2 gilt als bestes Spiel der Serie, zumindest bevor diese mit Odyssey einen Soft-Reboot erfahren hat. Anschließend folgten Höhen und Tiefen. Black Flag, Rogue und Syndicate konnten Kritiker weitestgehend überzeugen, während Teil 3 und Unity eher Spott auf sich zogen. Trotz dieser Fehltritte wird das erste Assassin’s Creed noch immer als schwarzes Schaf der Reihe gesehen. Dabei hatte es die vermeintlich interessanteste Spielwelt, denn der Nahe Osten wird nicht allzu häufig als Schauplatz eines Videospiels verwendet. Zudem waren Templer und Assassinen hier tatsächlich im Clinch und wurden von Ubisoft nicht zwanghaft in eine fremde Umgebung gedrängt. Allerdings hat Assassin’s Creed ein eklatantes Problem: Der monotone Aufbau der Missionen. Würde man diese bei einem Remaster aufpeppen und dazu die Steuerung optimieren, hätte Ezio in Altair einen echten Konkurrenten im Kampf um die Krone als Assassinen-König.

#4 Diddy Kong Racing

Diddy Kong Racing ist der beste Kart-Racer auf dem Nintendo 64 – Punkt. Die Rennstrecken sind kompakter als in Mario Kart 64 und bieten trotzdem mehr Abkürzungen. Neben der Karts lassen sich noch Luftkissenboote und Flugzeuge steuern. Der Battle-Modus ist deutlich schneller und dynamischer als bei der Konkurrenz. Items lassen sich taktisch aufstocken, um sie zu verstärken. Und: Diddy Kong Racing hat einen Abenteuermodus! Wenn wir den N64-Controller heute zur Hand nehmen, gibt es jedoch ein Problem: Während sich Mario Kart 64 noch einigermaßen solide anfühlt, fliegt man in Rares buntem Rennspiel ohne Übung von einer Seite zur anderen. Würde man die Steuerung einem aktuellen Kart-Racer wie Mario Kart 8 anpassen und dazu die Optik noch aufpolieren, wie es Rare bereits mit Perfect Dark, Banjo-Kazooie und Banjo-Tooie getan hat, könnte Diddy Kong Racing noch immer ganz vorne mitfahren. Allerdings liegen die Rechte an dem Spiel bei Rare, die von Diddy Kong jedoch bei Nintendo. Da sich Microsoft und Nintendo momentan relativ gut zu verstehen scheinen, könnte man sich aber einigen und das Spiel einfach für Switch und Xbox One bringen. Oder Rare streicht den Affen und nennt den Racer einfach Conker’s Bad Car Day.

#3 The Elder Scrolls III: Morrowind

Eigentlich könnte man hier jedes Spiel der Elder Scrolls-Reihe aufführen, denn sie alle kranken an ähnlichen Dingen: Bugs, mittelmäßige Optik und lange Ladezeiten. Morrowind bietet sich jedoch besonders an, da das Spiel aus der Pre-HD-Ära stammt und in Sachen Setting, Story und Rollenspiel-Elemente als Höhepunkt der Serie gilt. Nicht umsonst versuchen Modder das Spiel mit der Skyrim-Engine nachzubauen. Warum sollte Bethesda also nicht selbst diese Aufgabe übernehmen und so noch eine Menge Geld verdienen?! Zudem wäre es eine Möglichkeit, den Fans die Wartezeit bis zu Teil 6 zu verkürzen.

#2 Eternal Darkness

Eternal Darkness hat soviel richtig gemacht. Es bietet eine epische, sich über zwei Millennien erstreckende Geschichte, die historische Ereignisse mit der von H.P. Lovecraft geschaffenen Cthulhu-Lore verbindet. Den meisten wird das Spiel aber wegen der ikonischen Insanity-Effekte bekannt sein. So hören und sehen Spieler und Protagonist plötzlich Dinge, die eigentlich gar nicht da sein dürften. Je tiefer man in die Gewölbe eindringt, desto mehr verliert man den Verstand. Ursprünglich war Eternal Darkness für das N64 geplant und das sieht man dem Titel an einigen Stellen auch an. Doch Nintendo könnte die grotesken Monster auf der Switch in HD neu erstrahlen lassen. Mit einigen Anpassungen wäre auch das Gameplay durchaus noch zeitgemäß. Und die Insanity-Effekte müssten natürlich einen neuen Anstrich erhalten. In einer Zeit, da Versteck-Horror à la Amnesia an Popularität verliert und Survival-Horror langsam wieder ins Rampenlicht tritt, könnte Eternal Darkness durchaus einschlagen. Die schlechten Verkaufszahlen auf dem Gamecube und die konfuse Situation rund um das inzwischen aufgelöste Entwicklerstudio Silicon Knights und dessen Gründer Dennis Dyak, der offiziell seit Jahren an einem Nachfolger namens Shadow of the Eternals arbeitet, machen ein Re-Release allerdings schwierig. Doch mit genügend Motivation könnte Nintendo das Projekt sicherlich möglich machen.

#1 Parasite Eve

Zur Zeit des Nintendo 64 und der Playstation konnte man Konsolen noch voneinander unterscheiden. Letztere bot durch die Verwendung von CDs mehr Speicherplatz für Videosequenzen, Musik und Sprachausgabe. Bei der Darstellung von 3D-Inhalten hatte Sonys erste Konsole jedoch ihre Probleme. Es existieren also viele Spiele auf der Plattform, die von der Geschichte und den grundlegenden Ideen her sehr komplex sind, jedoch von der Technik ausgebremst wurden. Aus diesem Grund bieten sich dreidimensionale Playstation-Spiele vor allen anderen für eine Überarbeitung an. Bei vielen ist das auch schon geschehen: Metal Gear Solid, Spyro the Dragon und Crash Bandicoot wurden bereits remastered. Zudem befindet sich mit Medievil ein weiteres interessantes Spiel in der Mache. Einige Titel wurden zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht berücksichtigt. Silent Hill wäre so ein Kandidat. Allerdings ist hier der Nachfolger ohnehin das bessere Spiel. Parasite Eve hingegen, ist einzigartig. Es kombiniert Horror und Rollenspiel mit einer faszinierenden Geschichte, die auf dem gleichnamigen Roman beruht. Zudem haben wir eine starke Protagonistin und eine für damalige RPG-Verhältnisse kurze Spielzeit von circa 14 bis 18 Stunden. Das alles macht den Titel von Square Enix zu einem Spiel, das heutigen Marktanforderungen entspricht. Mit überarbeiteter Grafik und neuen Menüs könnte man einen modernen Klassiker schaffen. Leider stehen die Chancen eines Remaster eher schlecht, denn Square Enix hat deutlich stärkere Marken in der Hinterhand. Außerdem existieren zwei Nachfolger, die dem Original jedoch qualitativ deutlich nachstehen. Doch wenn Resident Evil 2 zu einem Verkaufsschlager wird, wovon derzeit auszugehen ist, könnten die Chancen steigen. Ein knackiges Horror-Rollenspiel mit einer ausgeklügelten Science-Fiction-Story rund um Biomutationen? Wir wären auf jeden Fall dabei!