WHO erklärt Spielsucht zur Krankheit

WHO erklärt Spielsucht zur Krankheit

21. Juni 2018 0 Von Kate

Die World Health Organisation (WHO) plant in ihrem neuen Handbuch für anerkannte Krankheiten, dem International Classification of Diseases Manual (ICD) Spiel-Sucht offiziell als psychische Störung aufzunehmen. Sobald der Vorschlag angenommen wird, gilt der zügellose Konsum von Videospielen bald offiziell als Krankheit.

Die WHO unterteilt die Spielsucht in zwei Kategorien beziehungsweise Schweregrade. Demnach unterscheiden sie einerseits zwischen einer Standard Gaming Addiction, die Symptome wie Kontrollverlust über den Konsum, den Verlust des Interesses an anderen Aktivitäten, sowie die Unfähigkeit trotz negativer Konsequenzen etwas an seinem Verhalten zu ändern.

Andererseits benennt die WHO das Hazardous Gaming (Gefährliches Spielen) als zweiten Schweregrad. Patienten, die dieser Kategorie zuzuordnen sind, gefährden durch ihre Spielsucht nicht nur sich selbst, sondern auch Menschen in ihrem Umfeld – psychisch und physisch. Typisch ist hierbei das Vernachlässigen von Pflichten zum Beispiel gegenüber Schutzbefohlenen oder auch besonders aggressives Verhalten.

Bevor die Diagnose Spielsucht möglich ist, müssen die Symptome bei den Betroffenen über einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten anhalten. Nur wenn die Symptomatik besonders schwer ist – also kein Zweifel über eine Erkrankung besteht – sind Ausnahmen möglich.