PUBG vs. Fortnite vs. Radical Heights – Das sagen wir als Noobs

24. April 2018 1 Von Kate

Fortnite, Player Unknown’s Battlegrounds, Radical Heights. Wir haben sie alle angespielt. Nur ein paar Runden. Und nun wollen wir euch unsere Meinung als Neulinge mitteilen. wer ist der Sieger des großen Battle Royale?

Gleich vorneweg: Online-Shooter sind nicht gerade unser Ding. Aber ein derartiger Trend wie das Battle Royale (Sub-)Genre lässt sich nicht einfach so ignorieren. Und gerade unsere Blauäugigkeit gewährt uns einen unbelasteten Blick auf die Kontrahenten. Kommen wir also zur Sache:

Der Vorreiter – PUBG:

Johnny:

Ich hatte zuvor Fortnite gespielt und war dementsprechend etwas schockiert von der visuellen Präsentation. Auch das User-Interface kann da nicht mithalten. Es gestaltet sich kompliziert und die Schrift ist zu klein. Doch wirklich wichtig ist letztendlich das Gameplay. Und dieses gefällt mir sehr gut. Die Map ist weitläufig und nur selten begegnet man anfangs anderen Spielern. Die Präsentation ist trist und realitätsnah. Das passt meiner Meinung nach zur Survival-Thematik. Die Spiel-Mechaniken sind solide.

Kate:

Ich musste PUBG leider an der Konsole zocken. Da ich generell mit Shootern nicht viel anfangen kann und mit der Konsolensteuerung einfach nicht warm werde, war ich heillos überfordert. Zum Glück kannte ich das Spielprinzip zumindest schon durch Fortnite (meine frühen Gehversuche dort, sind in einem unserer Videos dokumentiert). Das Interface ist völlig konfus. Und ich habe auch keine Lust, mich damit näher zu befassen. Ich sammle einfach wahllos Dinge ein und versuche möglichst lange nicht entdeckt zu werden. Das geht ganz gut, weil die Welt unglaublich riesig und leer ist. Diese verlassene Kriegszenerie mit der auditorischen Schuss-Salven-Untermalung aus der Ferne ist tatsächlich stimmig, wenn auch das einzige, was ich an PUBG positiv erwähnenswert finde. Obwohl: Mir ist auch hier gelungen, ein Boot zu versenken!

Der Klassenprimus – Fortnite:

Johnny:

Fortnite kommt bunt und flippig um die Ecke. Die Grafik ist für ein Online-Spiel mit 100 Spielern extrem gut. Die Assets sind einzigartig und nicht so generisch wie bei anderen Vertretern. Das im Vergleich größere Budget ist deutlich zu spüren. Gameplaytechnisch geht mir alles jedoch etwas zu schnell. Mit den Reflexen von Teenagern kann ich in meinem hohen Alter nicht mehr mithalten. Die Bau-Mechanik ist interessant und bietet Platz für verschiedene Taktiken, vermiest für mich jedoch die Immersion.

Kate:

Theoretisch bin ich alles, was ein typischer Fortnite-Spieler nicht ist: Weiblich, über 30, klassischer Rollenspieler. Trotzdem macht mir das Spiel irgendwie Laune. Das Interface ist übersichtlich, die Baufunktion ist ein nettes Feature, die Welt ist abwechslungsreich – man kann sich je nach Gebiet direkt in den Kampf stürzen, oder das Spiel versuchen von hinten aufzuräumen. Nur mit dem Schießen hapert es auch hier bei mir. Macht aber nichts… ich schaffe es trotzdem regelmäßig unter die Besten 10 und habe alleine schon damit unheimlich Spaß, mich so gut wie möglich für den finalen Kampf mit den bestmöglichen Waffen und möglichst vielen Ressourcen zu wappnen und mich dabei so gut es geht vor Feinden zu verstecken.

Der Nachzügler – Radical Heights:

Johnny:

Wäre Radical Heights der erste Vertreter des Genres gewesen, hätte er mich vielleicht überzeugt. Doch kitschig-bunt ist bereits von Fortnite besetzt. Die 80er Jahre-Thematik hat sich in den letzten Jahren auch etwas abgenutzt. Der Humor wirkt meist zu gewollt, wie eigentlich das ganze Spiel. Auch wenn ein paar gute Ideen eingebaut sind (Bankautomaten). Das Gameplay ist von der Dynamik her irgendwo zwischen PUBG und Fortnite einzuordnen. Für die ‘extreme’ Early-Access-Phase gibt es Abzüge.

Kate:

Ich fand es als Kind immer spannend auf den Baustellen in der näheren Umgebung des Elternhauses im Neubaugebiet eines pittoresken Dörfchens stromern zu gehen. Dieses Videospiel sorgt bei mir für ein klein wenig Nostalgie. Und zwar wirklich nur aus diesem Grund. Nicht, weil es so viele Anspielungen an die 80er Jahre enthält. Die finde ich eher öde, weil mich – auch wenn ich ein 80er-Jahrgang bin – dieses Jahrzehnt völlig kalt lässt. Daher werde ich dieses Spiel wahrscheinlich auch nicht mehr als nötig zocken.

Das Ergebnis:

Johnny:

Fortnite hat ganz klar die beste Präsentation. Doch ich kann mich weder mit der Spielgeschwindigkeit, noch mit der Bau-Mechanik anfreunden. Deswegen landet der Überflieger bei mir nur auf Platz drei. Rang 2 geht an Radical Heights. In einem Jahr könnte sich der Titel durch Updates und Patches durchaus zu ernsthaften Kontrahenten mausern. Das Genre hat durchaus noch Luft für Verbesserungen. Doch wahrscheinlicher ist, dass Boss Key Radical Heights zu diesem Zeitpunkt schon wieder fallen gelassen hat und dem nächsten Trend hinterher rennt. Platz 1 geht für mich klar an PUBG. So unfertig das Spiel noch immer sein mag. Es bietet für mich als einziges eine echte Battle Royale-Atmosphäre. Unwirtlich, rau und befriedigend.

Kate:

Wenn ich überhaupt jemals regelmäßig einen Battle Royale Shooter spielen werde, dann ganz klar Fortnite. Die Steuerung ist für mich als Shooter-Noob eingängig und ich habe ernsthafte Chancen, nicht immer direkt mit dem Gesicht im Dreck zu landen. Radical Heights ist für mich schon ein Battle Royale-Spiel zu viel. Eine divergierende Thematik erfindet das Spielprinzip eben nicht neu. Das einzige was mich noch reizen würde, wäre ein BR mit Mittelalter-Thematik. Aber 80er? Laaaaangweilig! Ich mag es ja eigentlich klassisch, aber, tut mir leid PUBG, du bist leider ebenfalls raus. Keine Ahnung, ob ich es am PC besser finden würde, aber ich habe wirklich kein Interesse es herauszufinden. Shooter sind einfach nichts für mich. Auch Battle Royale nicht. Aber wenn ich ein Spiel spielen müsste, dann immer Fortnite.