Shadow of War: Warner Bros. schafft Mikrotransaktionen ab

Shadow of War: Warner Bros. schafft Mikrotransaktionen ab

3. April 2018 0 Von Kate

Publisher Warner Bros. kündigt an, das scharf kritisierte Mikrotransaktions-System aus dem Herr der Ringe-Titel Shadow of War zu entfernen. Ab dem 17. Juli  werden entsprechend Gold, War Chests und der Markt permament aus dem Spiel genommen.

Shadow of War erhielt von der Fachpresse relativ gute Kritiken, wurde aber wegen des enthaltenen Loot-Boxen-Systems in der Öffentlichkeit heiß diskutiert. Beispielsweise bewertete die Presse die PS4-Version mit einem Metascore von 80, während der User-Score von 3,7 deutlich den Unmut der Spielergemeinde ausdrückt.

Eines der Hauptargumente der Kritiker war (und ist), dass der Marktplatz und die War Chests das für das Rollenspiel-Erlebnis so zentrale Nemesis-System zerstöre. Dies bewirkt, dass nach einem Zufallsprinzip  gegnerische Orcs mit verschiedenen Fähigkeiten und Beinamen ausgestattet werden. Besiegt man die Orcs, kann man sie versklaven. Besiegen sie den Spieler, können sie mit der Zeit zu mächtigen Warlords und damit zu noch mächtigeren Gegnern aufsteigen.

Die Mikrotransationen machten es allerdings möglich, sich Orcs auf dem Marktplatz zu kaufen. Damit konnte man sich das Spiel wesentlich vereinfachen. Vor allem aber zerstört es die Immersion, denn die persönlichen Erfahrung mit den Orc-Gegnern wird dadurch eliminiert. Auch die Entwickler bei Monolith zeigen sich dahingehend einsichtig: “Der Kern des Nemesis-Systems ist die Möglichkeit, Beziehungen mit deinen persönlichen Verbündeten und Feinden in einer dynamischen, offenen Welt aufzubauen.” Die Möglichkeit, Orcs auf dem Marktplatz zu kaufen, führe dazu, dass der Spieler spannende Geschichten verpasse, gesteht Monolith.

Wieder ein schönes Beispiel dafür, dass sich die Entwickler und Publisher durchaus die Wünsche der Kunden zu Herzen nehmen. Auch wenn sie in dem halben Jahr, dass seit Release verstrichen ist, sicherlich einiges mit den Mikrotransaktionen verdient haben. Ein kleiner fader Beigeschmack bleibt!

Header Quelle: Warner Bros.