Ubisoft wendet Übernahme durch Vivendi ab

Seit Jahren musste sich Ubisoft mit einer eventuellen Übernahme durch den französischen Medienkonzern Vivendi herumschlagen. Dieses Gespenst konnte nun jedoch verscheucht werden. Vivendi verkauft alle Aktien des Videospiel-Publishers und verzichtet sogar auf ein erneutes Auftreten als Anteilseigner in der Zukunft.

Vivendi kaufte sich nach und nach immer mehr Anteile an Ubisoft. Zuletzt gehörten dem Konzert ganze 27,3 Prozent. Die Bedrohung war also durchaus real. Nun bleibt das Unternehmen jedoch in Händen der Gründerfamilie Guillemont. Firmenchef Yves Guillemont bedankte sich bei allen Entwicklern, Spielern und Teilhabern von Ubisoft.

Ganz ohne Einfluss von außen geht es bei einem Börsen dotierten Unternehmen natürlich auch nicht. Einige der Anteile werden von dem chinesischen Megakonglomerat Tencent übernommen, das bereits Aktien von diversen westlichen Entwicklerstudios und Publishern besitzt. Die Anteile sind jedoch deutlich geringer als die 27,3 Prozent, denn Ubisoft kauft selbst einige der Aktien auf.

Für Ubisoft macht der Schritt durchaus Sinn. Das Unternehmen bleibt in Händen der Familie und Tencent eröffnet Möglichkeiten auf dem immer wichtiger werdenden chinesischen Markt. Offen bleibt natürlich, ob Tencent nicht auch irgendwann eine ähnliche Strategie fahren wird wie Vivendi.

Doch dies ist ein Problem des Ubisoft der Zukunft. Momentan steht es um das Unternehmen sehr gut. Marken wie Assassin’s Creed und Rainbow Six wurden die letzten Monate wieder gestärkt und neue IPs kommen hinzu. Der Publisher präsentiert sich offen und modern. Nicht zuletzt ein Verdienst von Yves Guillemont und seinem Team.

Quelle: venturebeat

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