(Neu)Land in Sicht im Kanzleramt: Dorothee Bär (CSU) wird Staatsministerin für Digitales

(Neu)Land in Sicht im Kanzleramt: Dorothee Bär (CSU) wird Staatsministerin für Digitales

5. März 2018 0 Von Kate

Seit heute steht die neue Regierung und mit ihr ein neu geschaffenes Amt im Staatsministerium: Den/die StaatsminsterIN für Digitales. Der Posten geht an die Staatssekretärin Dorothee Bär (CSU).

Zu verdanken hat die Unterfränkin ihren neuen Job CSU-Chef Horst Seehofer, der gegenüber Angela Merkel die Einrichtung eines Amtes des Staatsministers für Digitales durchgesetzt hat.

Sie zieht damit als eine von drei CSU-Mitgliedern, nebst Andreas Scheurer und Gerd Müller, ins Kanzleramt ein. Eine beachtliche Leistung für die kleinste Partei der GroKo.

Wir freuen uns für Kanzlerin Merkel, dass sie nun beim Erkunden des Neulandes Unterstützung bekommt. Hat zwar fast fünf Jahre gedauert, seit sie ihren unfreiwilligen Hilferuf in einem Vortrag zum Thema Internet getan hat, aber besser spät als nie!

Dorothee Bär ist eine von vielen Politikern, die sich schon lange für die Schaffung eines Digitalministeriums ausgesprochen haben, “weil kaum eine andere Entwicklung der vergangenen Zeit unser Leben als Gesellschaft so verändert wie die Digitalisierung und es ausnahmslos alle erdenklichen Lebensbereiche betrifft”, äußerte sie sich bereits im letzten Herbst gegenüber dem Handelsblatt.

Als ehemalige Parlamentarische Staatssekretärin war Dorothee Bär für die digitale Infrastruktur zuständig. Daher scheint sie eine Idealbesetzung. Zudem ist die 39-jährige eine der Initiatorinnen des Deutschen Computerspielpreises und agierte kürzlich als Vorsitzende der Hauptjury. Natürlich ist sie auch eine glühende Verfechterin für den Erhalt des Preises, der von innerparteilichen und außerparteilichen Kräften ständig unter Beschuss genommen wird.

Bär war außerdem als Vorsitzende des Netzpolitik-Arbeitskreises CSUnet und als Mit-Organisatorin des “Bundestags-LANs” aktiv. Auch ist sie fleißig auf Twitter und Instagram unterwegs. Gruselig: Das Bild von der frisch ernannten Staatsministerin für Digitales im Header entstand bereits im Juli letzten Jahres. Kro… äh Groko und so…

Bisher ist noch das Verkersministerium für die deutsche Videospiel-Branche zuständig. Möglich wäre nun, dass die Zuständigkeit auf Bär übertragen wird. Geplant ist auf jeden Fall eine Games-Förderung auf Bundesebene und verbesserte Bedingungen für den eSport.

Natürlich ist das Ministerium nicht nur für Videospiele zuständig. Aber es ist könnte eine Chance sein, dass sich in der Games-Branche in Deutschland endlich etwas bewegt und sie die Aufmerksamkeit erhält, die ihr als große Wirtschafts- und Kulturkraft zusteht.